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Gottesdienst mit besonderer Musik

in der Christuskirche am Sonntag, 12. April 2026

Einen Gottesdienst nicht nur – wie regelmäßig – mit Musik, sondern mit „besonderer“ Musik konnte man am vergangenen „Weißen Sonntag“ in der Berchtesgadener Christuskirche erleben. Ausführende waren das hier schon wiederholt aufgetretene Salzburger Ensemble „Consort Ripieno Concertino“ – bestehend aus Matthias Müller-Zhang und Yan Zhang (Violine) und Ursula Eger (Violoncello) – sowie Monika Nestle an der Orgel. Die Musikstücke waren diesmal in den Ablauf des Gottesdienstes eingebunden.

Eingangs erklang der erste Satz aus der Triosonate Nr. I in F-Dur des bedeutenden Mailänder Oboisten und Barockkomponisten Giuseppe Sammartini (ca. 1695 bis 1750). Übrigens nicht zu verwechseln mit seinem jüngeren Bruder Giovanni Battista Sammartini. Ein frischer, optimistischer Einstieg in die Liturgie!

Die Predigt von Pfarrer Dr. Josef Höglauer wurde umrahmt von Werken Johann Sebastian Bachs: Davor das Adagio aus der Triosonate in G-Dur (Bachwerkeverzeichnis 1039) und danach das Largo aus dem Doppelkonzert für 2 Violinen in d-moll, einem der bekanntesten und von sämtlichen bedeutenden Geigern interpretierten Werk Bachs. Die einfühlsame und stets dem schlichten wie verinnerlichten Charakter dieser Musik ohne falsche Sentimentalität gerecht werdende Darbietung mit sparsamem, aber dennoch angenehm hörbarem vibrato war musikalischer Höhepunkt.

Eine andere musikalische Welt erschließt Max Regers Romanze für Violine und Orgel in G-Dur. Die stetig fließende Melodie der Violine wird begleitet von gleichfalls fließenden mehrstimmigen und anspruchsvollen Orgelbögen und -figuren, die ganze Bandbreite der Dynamik und Harmonik der Spätromantik nutzend, aushauchend im dreifachen pianissimo. Das Prädikat „besondere Musik“ trifft hier auch ganz besonders zu.

Den erfrischenden Abschluss bildete noch ein Werk von Sammartini, die dreisätzige Sonate Nr. IV in F-Dur.

Alle vier Musiker/-innen möchte man bald wieder in der Kirche hören. Bis zum 4. Juli muss man sich allerdings gedulden.

Text: Roland Beier, Fotos: Alexander Stocker

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