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Gemeindeversammlung

am 8. Februar 2026 in der Schöpfungskirche Bischofswiesen

Nach dem Gottesdienst – der Reichenhaller Kollege Pfarrer Dr. Florian Herrmann hielt die Predigt – und einer kurzen Stärkung mit Tee und Kaffee begrüßte Irmela Leubner als Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes die Anwesenden.

Rückblick

In ihrem Rückblick skizzierte Irmela Leubner zahlreiche Punkte.

In den Kirchenvorstandsitzungen und Klausuren wurde u. a. die Perspektive für unser Gemeindeleben im Jahr 2035 behandelt. Die Zahl der Gemeindeglieder hat sich von 1991 bis heute halbiert, was massive Auswirkungen auf die Schlüsselzuweisungen von der Landeskirche hat.

Pfarramt

In Planung befindet sich die Kombination der beiden Pfarrämter. In Bad Reichenhall arbeiten zwei Pfarramtssekretärinnen, Berchtesgaden hat eine Teilzeitstelle. Durch die Kombination ergäbe sich eine bessere Erreichbarkeit. Die immer anspruchsvoller werdenden Tätigkeiten im Pfarramt sind im Team besser zu bearbeiten. Die Bildung eines gemeinsamen Pfarramts ist für das Jahr 2027 geplant.

Präventionskonzept

Pfarrer Dr. Josef Höglauer stellte das Präventionskonzept gegen sexualisierte Gewalt vor, das der Kirchenvorstand erarbeitet und beschlossen hat. Es beinhaltet u. a. vier Bausteine:

  1. Basisschulungen zu Nähe und Distanz
  2. Vorlage eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses für alle Mitarbeiter, besonders für diejenigen, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten
  3. Aufstellung von Verhaltenskodices.
  4. Benennung von Ansprechpersonen, die besonders geschult wurden.

Finanzen

Heike Winkler beleuchtet die Finanzen und anstehenden Änderungen. So wurde die Buchhaltung auf Doppik umgestellt. Das erfordert eine Bewertung der Immobilien in diesem Jahr.

Die Bilanz für das vergangene Jahr erbrachte ein kleines positives Ergebnis, was angesichts bevorstehender Ausgaben aber nicht überbewertet werden dürfe. Erfreulich war das leicht gestiegene Kirchgeld. Im Ausblick für 2035 erkennt man jedoch, dass der Erhalt der vier Kirchen die Einnahmen übersteigt und somit nicht vertretbar ist.

Liegenschaften

An diesen Punkt knüpfte Pfarrer Höglauer direkt an. Durch die sinkende Mitgliederzahl können auch von Seiten der Landeskirche nur noch Gebäude bezuschusst werden, die dauerhaft erhalten werden sollen. Dies sind in Berchtesgaden die Christuskirche und das Gemeindehaus. Die Schöpfungskirche, die Kirche zum Guten Hirten und die Hubertuskapelle müssen entweder aus eigenen Mitteln getragen oder transformiert werden.

Was im ersten Moment nach einer Katastrophe klingt, kann nach den Erfahrungen in Bad Reichenhall eine Befreiung aus der finanziellen Zwangsjacke bedeuten. Wie Pfarrer Herrmann berichtete, hat man dort positive Erfahrungen machen dürfen. Der Kirchenvorstand muss in den nächsten Jahren Ideen entwickeln und Entscheidungen treffen.

Nach den informativen Ausführungen bestand die Möglichkeit zu Fragen und zu Diskussion.

Text und Fotos: Wolfgang Sauer

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